Petitionstext

Anker-Zentrum verkleinern und bezahlbaren Wohnraum schaffen! 

Auf dem Bamberger Stadtgebiet gäbe es zahlreiche Gelegenheiten, bezahlbaren Wohnraum und neue, durchmischte Viertel zu schaffen. Leider werden diese Chancen schon seit langer Zeit nicht ergriffen, es wurde primär teurer Wohnraum durch InvestorInnen gebaut. Aktuell droht sich die Situation durch den ersatzlosen Wegfall von 218 Wohnheimplätzen in der Pestalozzistraße zuzuspitzen. 

Daher fordert diese Petition ein direktes Handeln aller beteiligter AkteurInnen und die Verfolgung einer langfristigen Strategie, um Wohnraum für alle zu schaffen. 

Dringender Handlungsbedarf 

Wir fordern die unverzügliche Herausnahme von zwei Wohngebäuden aus dem AnkER-Zentrum, um diese für studentischen Wohnraum (je ca. 90 Wohn-Plätze) nutzbar zu machen. Vorzugsweise sollen leerstehende Gebäude verwendet werden. Die Gebäude sollen von der BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) in städtisches Eigentum überführt werden und zu günstigen Konditionen dem Studentenwerk Würzburg zur Verfügung gestellt werden. Der Mietpreis soll die im Bafög vorgesehene Wohnkostenpauschale von 250 Euro im Monat nicht übersteigen. Je weniger Studierende auf den offenen Wohnungsmarkt angewiesen sind, desto mehr bezahlbaren Wohnraum wird es für alle Bürger*innen Bambergs geben!   

Langfristige Perspektive 

Nachdem ausreichend Wohnheim-Kapazitäten für Studierende, z.B. durch den Neubau an der Pestalozzistraße, geschaffen wurde sollen die Wohnblöcke mit weiteren Gebäuden des heutigen AnkER-Zentrums zu einem neuen, durchmischten Stadtgebiet beitragen. Dabei soll insbesondere Platz für junge Familien, Rentner*innen, WGs für Studierende und für Wohnungen Geflüchtete sein. Damit die Wohnungen bezahlbar bleiben, darf kein privater Investor die Gebäude übernehmen. Sie müssen in städtischer Trägerschaft bleiben und weiterhin günstig vermietet werden. Insbesondere sollen dann auch sozial geförderte Wohnungen entstehen – der in Bamberg vorhandene Bedarf an bezahlbarem Wohnraum kann hiermit beantwortet werden.
Daher muss langfristig das gesamte AnkER-Zentrum aufgelöst, Geflüchtete dezentral untergebracht werden und ein Großteil der Gebäude der Wohnnutzung zugeführt werden
Die Neugestaltung des Bamberger Ostens und er Konversionsgelände müssen in jedem Fall unter Beteiligung aller Bürger*innen und interessierten Gruppen und Vereinen geschehen.  

Wir fordern die BIMA, die Landes- und Bundesregierung sowie die Stadt Bamberg und das Studentenwerk Würzburg auf, diese Ziele aktiv zu verfolgen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. 

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